​Einschränkungen von Trauerfeiern aufgrund der aktuellen Situation mit COVID-19

​Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus sind weitergehende Regelungen für die Friedhöfe und Abwicklungen der Bestattungen erforderlich.

Für die Bestattungen auf Geislinger Friedhöfen gilt bis auf Weiteres folgende  Regelungen:

  • Bestattungsfeiern  sind auf 100 Personen begrenzt. Die Anzahl der Sitzplätze in den Trauerhallen sind allerdings deutlich geringer
  • Die Bestattungsfeiern werden im Außenbereich, wie auch in Trauerhallen abgehalten; auf den Mindestabstand von 1,5m zwischen den Trauergästen ist zu achten
  • Eine öffentliche Einladung zu Bestattungsfeiern über Traueranzeigen ist erlaubt (nicht in jeder Gemeinde)
  • Auf Händeschütteln, Beileidsbezeigungen und Nähe soll verzichtet werden
  • Weihwasser und Erde werden nicht zur Verfügung gestellt
  • Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ist im Freien, wie auch in den Trauerhallen während der ganzen Trauerfeier Pflicht (medizinische Maske oder FFP2, keine Stoffmasken) 

​Besondere Zeiten benötigen besondere Maßnahmen. Wir bitten Sie, sich an diese Vorschriften zu halten.

Wir bleiben trotz dieser außergewöhnlichen Situation 24h für Sie erreichbar. Bei Fragen dürfen Sie uns jederzeit telefonisch kontaktieren.

​Landesinnung des Bestattungsgewerbes tagt im Haus der Zeit 

​Innungsversammlung am 26. September 2020 im Bestattungshaus Maichle.

Vor unter den geltenden Hygieneregeln tagenden über 55 teilnehmenden Bestattern fasste Landesinnungsmeister Frank Friedrichson zunächst die für das Bestattungsgewerbe ganz besonders turbulente und herausfordernde Zeit im Umgang mit infektiös Verstorbenen zusammen und führte die Maßnahmen und Aktivitäten der Innung dazu aus.

Nach Ausrufen des Notfalls im März 2020 habe der Ausschuss Notfallteam umgehend die Arbeit aufgenommen.

An dieser Stelle dankte Landesinnungsmeister Friedrichson der persönlich anwesenden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Nicole Razavi MdL im Namen aller Bestatter für ihr Engagement für die Belange des Bestattungswesens beim Erreichen der Systemrelevanz und schon kurz später bei der temporären Aussetzung der zweiten Leichenschau bei Einäscherungen zum Schutz von Ärzten, Mitarbeitenden in Krematorien und Bestattern. Die Unterstützung sei für sie selbstverständlich gewesen, so Frau Razavi in einem kurzen Grußwort. Das Notfallteam habe die Lage im Bestattungswesen so ein- und nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, dass sie das auch als ihre Aufgabe sei, den Prozess in der Gemengelage Corona-Verordnung und Realität zu beschleunigen und zu schnellen Ergebnissen zu führen.

Weitere Erfolge des Notfallteams waren unter anderem der Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes für Atemschutzmasken für Mitglieder und auch Nicht-Mitglieder zu fairen Preisen ohne Gewinnerzielungsabsicht. Denn schon sehr früh seien die Preise für dringend benötigte Schutzausrüstungen „durch die Decke gegangen“, sofern Bestellungen aufgrund von ausverkauften Lagern überhaupt möglich waren. Des Weiteren wurden die Betriebe regelmäßig, ad hoc und zuverlässig zum Beispiel mit Hygiene- und Schutzkonzepten, aktuellen Handlungs-anweisungen zum Umgang mit infektiösen Verstorbenen und zur Durchführung von Trauerfeiern unter Hygienebedingungen versorgt. Für alle weiteren Fragen standen die Mitglieder des Notfallteams und die Geschäftsstelle der Innung allen Anfragenden jederzeit zur Verfügung.

Verdiente Mitglieder geehrt.
Im Anschluss an den Innungsbericht ehrte Friedrichson Mitglieder, die sich insbesondere über die Corona-Zeit besonders verdient gemacht haben. Markus Maichle, Leiter des im März installierten Notfallteams, erhielt die Landesehrennadel in Bronze. Das außerordentliche ehrenamtliche Engagement des ersten Stellvertreters von Landesinnungsmeister Frank Friedrichson, Ralf Homburger, der bereits vor drei Jahren die bronzene Nadel erhalten hatte, wurde mit der Landesehrennadel in Silber gewürdigt.
Ralf Homburger dankte im Anschluss an die Ehrungen Landesinnungsmeister Frank Friedrichson als „Trainer des (Notfall-)Teams“ für seine Besonnenheit und die Moderation und Mediation insbesondere in den zu weil chaotischen und unübersichtlichen Situationen und Regelungen im Bestattungsgewerbe. Mit Frank Friedrichson an der Spitze habe das Notfallteam sehr gute Arbeit für die über 230 Mitglieder der Innung geleistet und landespolitisch viel für den Berufsstand erreicht.

Neuwahlen des Vorstands.
Bei den anstehenden Wahlen bestätigten die anwesenden Stimmberechtigten dem Vorstand der Landesinnung mit großer Mehrheit ihr Vertrauen. Neu in den Vorstand gewählt wurde Markus Maichle, in dessen Räumen die Innungsversammlung auch stattfand. Er ist zukünftig 2. Beisitzer des neun-köpfigen Gremiums.
Seinem Vorgänger, Nicolai Volz aus Emmendingen, ehemaliger Juniorensprecher und 2017 in den Vorstand gewählt, dankten der Landesinnungsmeister und die Vorstandskollegen für sein Engagement.

​Beruf liegt in den Genen

​Emily Maichle ist eine der jüngsten geprüften Bestatterinnen in Deutschland . Die 20-Jährige ist vollkommen überzeugt, den "schönsten Beruf der Welt" zu haben.

Emily Maichle ist Bestatterin. Aktuell sogar die jüngste geprüfte Bestatterin Deutschlands. Wer mit der 20-Jähringen über ihren Beruf redet, erkennt schnell, dass sie ihn mit Leidenschaft ausübt. "Dieses Gefühl, dass man den Angehörigen in dieser schweren Zeit helfen kann", ist für die junge Frau nur einer der vielen Gründen, warum sie ihre Arbeit für wichtig hält. Der Beruf sei unglaublich abwechslungsreich und vielfältig, kein Trauerfall sei wie der andere, man erhalte Wertschätzung und Dankbarkeit - das alles fällt ihr auf Anhieb ein.

Von ungefähr kommt die Berufswahl nicht. Emily Maichle ist in einer Geislinger Bestatter-Großfamilie aufgewachsen. Bereits ihr Urgroßvater holte Verstorbene mit einer speziellen Bestattungskutsche ab, die Generationen danach bauten den Bestattungsbereich im Unternehmen aus. "Bei uns im Hause war das Thema Tod nie tabu, es war ganz normal, dass meine Eltern beim Mittagessen oder so darüber geredet haben", erinnert sich Emily.

Schon als Kind wollte sie "unbedingt mal mit zur Abholung eines Verstorbenen". Mit 13 erlaubte es ihr Vater Markus Maichle zum ersten Mal. Von da durfte sie immer wieder dabei sein. Oder auch sonst helfen.

Mit ihrem 1,4-Abitur im Sommer vergangenen Jahres im Geislinger Wirtschaftsgymnasium hätte sich Emily jeden Beruf aussuchen können. Dennoch ließ sie sich nicht bremsen und stieg ins elterliche Unternehmen in Geislingen ein.

Landesschau Baden-Württemberg

​Die jüngste Bestatterin Deutschlands

Lange musste die 20-jährige Emily Maichle aus Geislingen nicht über ihre Berufswahl nachdenken. Denn sie ist in eine Bestatterfamilie hineingeboren worden, in der drei Generationen Großeltern, Eltern und Kinder zusammenarbeiten. Sie setzt die vierte Generation fort.


aus der Sendung vom
Mi, 17.3.2021 18:45 Uhr, Landesschau Baden-Württemberg, SWR Fernsehen BW


https://www.swrfernsehen.de/landesschau-bw/die-juengste-bestatterin-deutschlands-100.html